Nicht immer schön aber effektiv
Germania Niederrodenbach – FSV Bischofsheim 2:0 (0:0)
Vor allem in der ersten Hälfte war es lange Zeit ein unansehnliches Spiel. Der Platz war holprig, machte beiden Mannschaften zu schaffen. Ein Fehlpassfestival war die Folge. Deshalb waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. In der 10. Minute steuerte Ex-Germane Marco Veith alleine auf den Rodenbacher Keeper zu. Aber der Winkel wurde zu spitz, so dass Luca Fabio Hamburger im Germania-Tor parieren konnte. Dennis Liedtke bekam für die Germania in der 37. Minute aus gut 12 Metern freistehend nicht genug Wucht hinter den Ball, so dass auch hier der Keeper kein Problem hatte. Damit sind weitgehend die Highlights des ersten Abschnitts geschildert.
In der 2. Hälfte wurde es dann besser. Zunächst hatten die Gäste die Chance zur Führung. Timo Dauber setzte sich auf der rechten Angriffsseite bis zur Grundlinie durch. Seine Hereingabe fand, vorbei an Freund und Feind, am langen Pfosten den Mitspieler Travis Parker, der freistehend aus 7 Metern über das Tor schoss (50.). Die Germania kämpfte sich danach aber mit viel Einsatz besser ins Spiel und erzielte trotzdem etwas überraschend die Führung. Ausgangspunkt war eine Balleroberung von Samir Rahimi im Mittelfeld. Er schickte anschließend mit einem perfekten Pass Denzel Epps auf die Reise, der seine Schnelligkeit ausspielte und sich dadurch die Chance nicht entgehen ließ. In der Folge schafften es die ursprünglich eigentlich leicht favorisierten Gäste erstaunlicherweise nicht, den Druck zu erhöhen. Lediglich in der 66. Minute wurde es noch einmal gefährlich, als sich Marco Veith am linken Flügel durchsetzte und dann versuchte den Ball aus spitzem Winkel ins Tor zu bugsieren. Luca Fabio Hamburger war bereits geschlagen, aber Ayman Jouahri klärte in höchster Not für seinen Keeper auf der Linie. In der Folge wehrte sich unsere Mannschaft bravourös und ließ eigentlich keine klaren Torchancen mehr zu. Das geduldige Warten auf den entscheidenden Konter wurde in der 88. Minute belohnt. Der eingewechselte Adrian Steier eroberte in der eigenen Hälfte den Ball und schickte Denzel Epps auf die Reise. Der nahm in Hochgeschwindigkeit Kurs aufs gegnerische Tor und behielt trotzdem den Überblick, denn er sah den deutlich besser positionierten Dennis Liedtke, der zentral mitgelaufen war und dann nur noch den Fuß hinhalten musste. In der Nachspielzeit hatte dann Samir Rahimi sogar noch die Chance auf den dritten Treffer, scheiterte aber am Keeper.
Die Germania entschied wieder einmal ein Spiel zweier gleichwertiger Mannschaften durch die effektivere Chancenverwertung.
Es spielten: Hamburger, Fiebig, Robok, Jouahri, Suele, Ajkic (69.Özcan), Rahimi, D. Giuliana (69. Steier), A. Giuliana, Epps und Liedtke. (Beste Spieler unterstrichen).