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Eckball-Fiasko

Spvgg Roßdorf – Germania Niederrodenbach 3:1 (1:1)
Es war eines dieser unerklärlich schwachen Spiele, die unsere Mannschaft in dieser insgesamt erfreulichen und erfolgreichen Saison immer mal wieder einstreut.
Beide Mannschaften kreierten kaum Torchancen. Folgerichtig fielen alle Tore aus Standardsituationen. Dabei stellte sich die Germania-Defensive bei den zugegeben sehr gefährlichen Ecken der Gastgeber mehr als anfängerhaft an. Alle Treffer der Platzherren resultierten letztlich aus Ecken. Dabei klebte Keeper Luca Fabio Hamburger jedes Mal auf der Linie und auch die hochgewachsenen Innenverteidiger Maximilian Robok und Adrian Steier schafften es zu oft nicht, die gefährlichen Situationen ausreichend zu entschärfen. Bereits in der 8. Minute schlug es, natürlich nach einer Ecke, zum ersten Mal ein. Danach waren die Gastgeber besser und hatten auch Chancen. In der 12. Minute kratzte Luca Fabio Hamburger den Ball von der Linie und verhinderte so ein Eigentor von Adrian Steier. Und auch Maximilian Robok klärte in der 32. Minute nochmal auf der Linie. So gesehen war die Führung für Roßdorf zu diesem Zeitpunkt verdient. Die erste Chance für die Germania resultierte dann sage und schreibe aus der 37. Minute als Kevin Fiebig knapp am langen Pfosten vorbeischoss. Der Ausgleich in der 40. Minute kam deshalb eigentlich mehr oder weniger aus heiterem Himmel. Roßdorfs Keeper Nils Zingrebe ließ, wahrscheinlich durch die tiefstehende Sonne geblendet, einen Freistoß von Samir Rahimi aus 25 Metern durch die Hosenträger rutschen.
In der 2. Hälfte änderte sich wenig. Die Gastgeber zweikampfstärker, unsere Mannschaft mit vielen ungenauen Pässen und dadurch häufigen Ballverlusten. Torchancen auf beiden Seiten Mangelware. Lediglich in der 49. Minute musste Sanel Ajkic in höchster Not bei einem Konter klären. Ansonsten kam von beiden Seiten nur noch wenig. Aber die Gastgeber hatten ja noch ihre Ecken. In der 50. Minute war es dann soweit. Ecke von links, wieder nahe vors Tor. Hamburger blieb auf der Linie. Und in der bei Ecken schon obligatorischen Verwirrung lenkte Maximilian Robok den Ball ins eigene Tor. In der 54. Minute die nächste Ecke. Hamburger blieb auf der Linie. Verwirrung im Strafraum und es stand 3:1. Danach blieb die Germania weiterhin ungefährlich, erhielt aber noch eine unverhoffte Chance. Denn in der 81. Minute wurde Antonio Giuliana im Strafraum gefoult. Es gab Elfmeter. Zur Ausführung trat mit Dennis Liedtke ein Spieler an, dem bis zu diesem Zeitpunkt wenig, um nicht zu sagen nichts gelungen war.  Folgerichtig ging es daneben. Roßdorfs Keeper parierte, und die Chance nochmal ranzukommen, war endgültig vertan.
Eine verdiente und ärgerliche Niederlage gegen eine Mannschaft aus der unteren Tabellenhälfte, die man eigentlich schlagen muss, wenn man oben dranbleiben will.
Es spielten: Hamburger, Suele, Robok (55. D. Giuliana), Steier, Fiebig, Özcan (87. Jouahri), Ajkic (71. Omerivic), A. Giuliana, Rahimi, Epps und Liedtke. (Beste Spieler unterstrichen).